Die Hunderasse Bedlington Terrier lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Etwa Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Rasse mit dem Whippet (kleiner Windhund) gekreuzt. Er war auf die Rattenjagd spezialisiert und wurde daher zum Beispiel auch gerne im Bergbau eingesetzt. Vor allem aber reiste er mit Kesselflicker, Scherenschleifer und Händler durchs Land und befreite, während die Besitzer ihrer Arbeit nachgingen, das Dorf von Ratten und anderen Nagetieren. Von Zigeunern wurde er wegen seines ruhigen, fast lautlosen und zuverlässigen Wesens (er bellt äußerst selten) gerne gehalten.
Der Bedlington Terrier ist ein anmutiger, geschmeidiger, muskulöser Hund. Sein Ausdruck ist sanft, ohne jede Scheu und Nervosität. In Erregung drückt der Körper Temperament, Mut und Kampfbereitschaft aus, jedoch wird er in der Regel nicht den Kampf beginnen. Das Fell ist blau-grau (dunkle Augen und Nase) und leber- oder sandfarben (braune Augen und braune Nase). Der Kopf ist birnenförmig mit Ohren, die herabhängen und an den Enden befranst sind. Weitere Standardpunkte sind der geschmeidige Hals und ein flachrippiger drahtiger Körper, sowie ein tief angesetzter Schwanz, der sich nach unten verjüngt. Der Schwanz sollte nicht über dem Rücken getragen werden. Die langen Läufe haben Hasenpfoten. Charakteristisch ist das dichte, leicht gelockte Haar, das von der Haut absteht und nicht drahtig sein sollte. Der Bedlington Terrier muss spätestens alle 6 Wochen mit einer Schere geschnitten und nicht, wie oft behauptet, geschoren werden. Bei guter Pflege und Haltung kann er durchaus 15 Jahre oder älter werden.